HWS-Distorsionen im geringen Unfallschwerebereich

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1998, pp. 15 – 21 (#1)

Die Analyse von Weichteilverletzungen des Halses AIS 1, die sogenannten "Distorsionen", stehen im Vordergrund einer Studie, die von einem Wissenschaftlerteam der Verkehrsunfallforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt wurde. Die Deformationscharakteristik der Pkw im geringen Unfallschwerebereich Delta-v bis 10 km/h wurde für Frontal- und Heckkollisionen den Verletzungsfolgen und den von den Patienten geäußerten Symptomen gegenübergestellt. Die Basis bildeten 1238 angeschnallte Pkw-Insassen mit HWS-Distorionen AIS 1, von denen 117 Personen mit Delta-v bis 10 km/h verunfallten.


The task of this study is to analyse the injury pattern of soft tissue neck injuries AIS 1, so called distorsions, the descriptions of pains and the deformation characteristics of the cars in low speed collision up to delta-v 10 km/h in frontal and rear end collisions. 50% of distorsions occur under frontal collisions, The basis of this study are 1238 belted car occupants with neck distorsions AIS 1 documented by the in depth investigation team of the Accident Research Unit at Medical University Hannover. The detailed deformation characteristics of 117 belted car occupants with delta-v up to 10 km/h are analysed compared to the injury pattern and long term consequences. Pain descriptions are analysed with questionnaires sent to these patients several years after event.

Zitat

Otte, D.; Pohlemann, T.; Blauth, M.: HWS-Distorsionen im geringen Unfallschwerebereich. Verkehrsunfall und Fahrzeugtechnik 36 (1998), pp. 15 – 21 (#1)

Inhaltsangabe

Die Autoren fassen zusammen, dass auch Frontalkollisionen eine Schmerzsymptomatik erzeugen können, die zur Diagnose einer HWS-Distorsion führt. Weiterhin zeigen die bisherigen Erkenntnisse, dass es durchaus Fälle mit lang andauernder Schmerzsymptomatik gibt, bei denen das Δv < 10 km/h lag. Dies gelte sowohl für Frontal- als auch für Heckkollisionen.

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